BHGL-FORUM: IM BERUF ANKOMMEN

NEUE BERUFSFELDANALYSEN GARTENBAU 2016/17 UND LANDSCHAFTSARCHITEKTUR 2018

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sollen mit verschiedenen Referenten aus Bildung und Praxis die Ergebnisse der aktuellen Berufsfeldanalysen Gartenbau und Landschaftsarchitektur diskutiert werden.

Prof. Ennekings Fazit zur aktuellen bundesweiten Berufsfeldanalyse Gartenbau 2016/17: „Die Absolventen zeigten eine hohe Zufriedenheit mit ihrem Studium. Als wichtigste Änderungswünsche wurden „Mehr Praxisnähe“, „Eine bessere Darlegung  beruflicher  Chancen“  und  „Eine stärkere Förderung von Führungskompetenz“ an die Hochschulen herangetragen. Erste wichtige Ergebnisse der bundesweiten Berufsfeldanalyse Landschaftsarchitektur 2018 hat Prof. Dr. Enneking ausgewertet und wird sie präsentieren.

Im BHGL-Forum sollen Rückschlüsse für die zukünftige Ausrichtung des Studiums, der Phase vom Studium in den Beruf, den Beruf und die Berufstätigkeit  sowie  Berufsfelder  im  Gartenbau mit wachsenden Entwicklungsmöglichkeiten gezogen werden.
Alle am Thema Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen!

REFERENTEN:

  • Prof. Dr. Ulrich Enneking, Fachgebiet Agrarmarketing, Hochschule Osnabrück
  • Prof. Dr. Wolfgang Lentz, Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre im Gartenbau, Landespflege und Landwirtschaft, HTW Dresden
  • Prof. Irene Lohaus , Lehr- und Forschungsgebiet „Landschaftsbau am Institut für Landschaftsarchitektur“, TU Dresden
  • Horst Bergmann, Geschäftsführer Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e. V. (BGL Sachsen), Dresden
  • Thomas Schrön, Sächsischer Gartenbauverband, Geschäftsführer Gartenbau Rülcker, Dresden
  • Nils Sommer, Bildungsreferent des Bundes Deutscher Baumschulen (BdB), Berlin
  • Michael Wiedemann, Elsner pac Vertriebs GmbH, Dresden
  • Tilmann Barthels, Student Gartenbau HTW Dresden

Im Anschluss an das Forum findet ein gemütlicher Grillabend mit Unterstützung des Verbandes der ehemaligen Dresden-Pillnitzer e. V. statt.

Klimafolgen und Herausforderungen für den Gartenbau

Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. an der Hochschule Geisenheim.

Die 52. Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft e.V. (DGG) fand vom 28. Februar bis 3. März 2018 an der Hochschule Geisenheim University statt. Es nahmen rund 200 Teilnehmer aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Landwirtschafts-ministerien sowie Beratung und Praxis des gesamten deutschsprachigen Raums teil. Der Austausch über aktuelle wissenschaftliche Themen des Gartenbaus erfolgte durch mehr als 70 Vorträge und es wurden über 70 Poster präsentiert. Auftakt der viertägigen Tagung war eine Plenarveranstaltung mit dem Thema „Klimafolgen und Herausforderungen für den Gartenbau“.

Renommierte Gastredner führten die Tagungsteilnehmer in die für die Branche zunehmend bedeutungsvollere Thematik ein. So wurden die Zusammenhänge zwischen der beobachteten Temperaturerhöhung und der Anpassungsnotwendigkeit von Kulturarten und Anbauregion erläutert, auf die Entwicklung der atmosphärischen CO2-Konzentration hingewiesen und die Effekte dieser erhöhten CO2-Konzentrationen auf Kulturpflanzen gezeigt, sowie über angewandte Modelle zur Abschätzung des Klimawandels für eine zielgerichtete Anpassung der gartenbaulichen Produktion referiert.

Ein thematisch brisanter Workshop fand statt zur Debatte um neue Züchtungsverfahren mittels der sog. „Genschere“. Diese Verfahren stellen eine große Herausforderung für die Gesetzgebung zur Zulassung neuer Sorten dar. Eingeladen dazu waren ein auf diese Thematik spezialisierter Jurist und ein Züchtungsforscher der Universität Wageningen aus den Niederlanden.

Mit bundesweitem Interesse aus allen Bereichen des Gartenbaus und der Politik wurde der Workshop „Zukunft der Gartenbauwissenschaften“ abgehalten. Erstmalig trafen sich an der Hochschule Geisenheim viele Entscheidungsträger zu einer überaus konstruktiven Diskussion über die zukünftigen Wege der gartenbaulichen Hochschulausbildung in Deutschland.

In dem Wettbewerb „Green Challenge“, welcher sich an junge Forschergruppen wandte, wurden Ideen und Erkenntnisse zum Thema “Auswirkungen des Klimawandels auf den Gartenbau“ mit einem Preisgeld von 1.000 Euro prämiert. Diesjährige Gewinner waren Frau Madita Lauer und Herr Maximilian Koppel von der Hochschule Geisenheim. Abschluss der Tagung war die Posterprämierung für Nachwuchswissenschaftler*Innen und Studierende.

Den ersten Platz erreichte hier Inse Rosenbusch von der Hochschule Osnabrück. Der zweite und der dritte Platz gingen an Eva Büttner von der Hochschule Geisenheim University und Sabine Wittmann von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die nächste Jahrestagung wird die Fachhochschule Erfurt ausrichten.

Der BHGL auf der IPM 2018

Zehn Hochschulen mit Fachrichtung Gartenbau und Landschaftsarchitektur präsentieren am Hochschulgemeinschaftsstand in der Green City (Halle 1A) ihre Studienangebote auf Werbematerialien und Postern sowie online. Kompetente Ansprechpartner stehen Studieninteressierten und Studierenden für Fragen zur Verfügung.

Am 25.01.2018 bietet der BHGL gemeinsam mit der Messe Essen und dem Verlag Eugen Ulmer von 10.30 bis 12.00 Uhr in Raum A im Erdgeschoss des neuen Congress Centers Ost das Forum „Beruf + Zukunft – Perspektiven für junge Führungskräfte“ an.

Beim anschließenden Messerundgang berichten Unternehmen über die Berufseinstiegsmöglichkeiten, die Anforderungen an die Bewerber und über aktuell vakante Stellen. Dieses Mal haben folgende Unternehmen zugesagt:

  • Die Wochenzeitung TASPO
  • Gartenbau-Versicherung VVaG
  • toom Baumarkt GmbH
  • Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) sowie verschiedene Gartenbauproduktionsbetriebe

BHGL-Empfang

Am Abend des 25. Januar 2018 lädt der BHGL mit dem Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V., der Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer (VEG), dem Verband der Weihenstephaner Ingenieure e.V. sowie dem Verband ehemaliger Dresden-Pillnitzer e. V. ab 18.00 Uhr alle BHGL-Mitglieder, Freunde und Interessierte sehr herzlich zu einem Empfang am Hochschulgemeinschaftsstand in Halle 1A ein

FLL-Forschungsforum 2018

Das 6. FLL-Forschungsforum Landschaft 2018 geht in die Endphase – namhafte Wissenschaftler haben Vorträge angemeldet.

Das Rahmenprogramm sowie Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie auf der FLL-Homepage
https://www.fll.de/leistungsprofil/fortbildung/fll-veranstaltungen.html

„Anwendung trifft Forschung“, diesmal unter dem aktuellen Motto 2018: Landschaft 4.0 – Digitalisierung in Landschaftsarchitektur und GaLaBau, ist wieder Ziel des Forschungsforums Landschaft, das die FLL bereits seit 2006 anbietet.

Ein breites Netzwerk, mittlerweile über 12 Jahre fortentwickelt, bringt Forschungsinstitute, Wissenschaftler, Anwender, Praktiker aus den breiten Bereichen des Landschaftsbaus / der Landschaftsentwicklung zusammen. Junge Forscher treffen erfahrene Forscher, Fördermittelgeber auf Fördermittelnehmer, in einer Abendveranstaltung besteht die Gelegenheit für ein zwangloses persönliches Kennenlernen und Austausch miteinander. Viele Kontakte sind bereits aus den Forschungsforen Landschaft hervorgegangen, immer wieder haben sich auch gemeinsame Aktivitäten von Teilnehmern daraus ergeben.

2018 findet das Forschungsforum Landschaft am 22. und 23. Februar 2018 statt. Schirmherrin ist auch diesmal wieder die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Frau Professorin Dr. Beate Jessel, die auch wieder einen Vortrag halten wird.

Veranstaltungsort wird das Bildungszentrum Gartenbau in Essen sein, das hervorragende Rahmenbedingungen sowohl für die geplante Veranstaltung als auch für eine Posterausstellung bietet.

Geplant sind vier Themenblöcke:

  • Planung 4.0
  • „aktuelle freie Forschungsthemen“ aus allen Bereichen des GaLaBau, der Landschaftsarchitektur und –entwicklung, unabhängig vom Motto
  • Kommunikation und Partizipation 4.0
  • Themenblock Pflanzen(-verwendung) 4.0

Noch können Wissenschaftler/Experten, die in den o.g. Bereichen wissenschaftlich aktiv sind, Vorträge oder Poster einbringen; auf der FLL-Homepage finden Sie alle Anmeldemöglichkeiten. Sie haben Gelegenheit zur Diskussion ihrer Methodik oder fachlichen Ausrichtung, zur Präsentation von Arbeitsansätzen oder zu Darstellung von Entwicklungsständen von Projekten.

Die besten drei Poster werden mit einem Preis (500 EUR, 300 EUR, 100 EUR) honoriert.

Informationen zum Programm und zur Anmeldung sind unter https://www.fll.de/leistungsprofil/forschungsforum-landschaft/6-ff-landschaft-2018.html abrufbar.

(Quelle: FLL)

Landwirtschaft und Gartenbau 4.0 in der Ausbildung – Verpasst die Branche den Trend?

Unternehmen der Grünen Branche suchen zunehmend nach Arbeitskräften, die umfassendes Wissen und Verständnis für digitale Prozesse aufbringen. Nur durch eine zeitgemäße Ausbildung der Fach- und Führungskräfte von morgen kann dies gewährleistet werden. Allerdings wird das Thema Digitalisierung im Kontext mit Fragen der Ausbildung derzeit nicht wahrnehmbar diskutiert. Der BHGL und der VDL-Landesverband Ost bringen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbände, Hochschulmitarbeiter und –lehrende sowie Studierende der grünen Branche zusammen und wollen eine Diskussion über die Integration von Inhalten der Landwirtschaft 4.0 in die Ausbildung anstoßen.

WANN?    26. Juni 2017

WO?        Haus der Land- und Ernährungswirtschaft (HdLE),
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin

PROGRAMM

16.00 Uhr    Anmeldung

16.30 Uhr    Keynotes

  • Prof. Dr. Uwe Schmidt, Vizepräsident des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsar-chitektur e. V. (BHGL)
  • Jochen Flenker, Vorsitzender des VDL-Landesverbandes Ost e. V.

16.40 Uhr    Podiumsdiskussion mit

  • Rainer Spiering, SPD-Bundestagsabgeordneter und Berufsschullehrer
  • Prof. Fritz-Gerald Schröder, HTW Dresden
  • Klaus-Herbert Rolf, 365farmnet
  • Nico Domurath, Integar – Institut für Technologien im Gartenbau GmbH
  • Lars Abraham, Dropnostix GmbH, Bundesverband Deutsche Startups
  • Moderation: Julia Reinhardt

18.00 Uhr     Get-Together

BHGL-Exkursion zur IGA Berlin 2017

Vom 13. April bis zum 15. Oktober 2017 lädt die IGA Berlin 2017 unter dem Motto „Ein MEHR aus Farben“ zu einem erlebnisreichen und überraschenden Festival schönster internationaler Gartenkunst und grüner urbaner Lebenskultur ein. Der BHGL bietet am Samstag, 01.07.2017 von 09.00 Uhr bis ca. 12.00 Uhr eine Ex-kursion mit einer Fachführung auf der IGA an.

Treffpunkt ist am IGA-Gelände, Haupteingang „Kienbergpark“. Bitte achten Sie hier auf das BHGL-Schild. Die Teilnehmerkosten betragen pro Person für die Eintrittskarte und die Fachführung über die IGA 20,00 € inkl. MwSt. Studentische Mitglieder des BHGL können kostenlos an der Exkursion inkl. Eintritt teilnehmen.

Interessenten, die an der Exkursion teilnehmen möchten, werden gebeten, sich bis spätestens zum 09.06.2017 per E-Mail an info@bhgl.de verbindlich anzumelden und den Teilnehmerbeitrag von 20,00 €/Person bis spätestens zum 25.06.2017 auf das nachfolgende Konto des BHGL zu überweisen:
Kontoinhaber: BHGL e. V.
DKB AG
IBAN: DE62120300001020167902
BIC: BYLADEM1001
Betreff: IGA-Exkursion BHGL, Namen.

Unsere dringende Empfehlung ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da im Umfeld der IGA Berlin 2017 keine Parkplätze vorhanden sind. Die IGA Berlin 2017 liegt im Tarifbereich B. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird die Nutzung der U-Bahn-Linie U5 vom Alexanderplatz (direkte Verbindung zwischen der Innenstadt und IGA Berlin 2017) sowie alternativ der S-Bahn-Linie S5 von der Innenstadt, mit Umstieg auf die U5 am Bahnhof Wuhletal bis zum Bahnhof “Kienberg – Gärten der Welt” (ehemals “Neue Grottkauer Straße”) empfohlen.

Um 12.30 Uhr gibt es die Möglichkeit, den Vormittag bei einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen zu lassen. Dafür wurde das Restaurant Ristorante i FRatelli, Blumberger Damm 130, 12685 Berlin, ausgewählt, das sich in unmittelbarer Nähe zum IGA-Gelände befindet. Danach kann die Besichtigung der IGA individuell fortgesetzt werden.

Film zu Berufschancen im Gartenbau online

Im Rahmen der Gartenbauwissenschaftlichen Tagung in Osnabrück stellte heute der BHGL seinen neuen Film „Berufschancen im Gartenbau“ vor.

 

 

Die Breite und Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten nach einem Studium in den Gartenbauwissenschaften ist vielen Schülern und Schülerinnen, die vor der Wahl ihres künftigen Studienfaches stehen, aber selbst auch zahlreichen Gartenbau-Studierenden, oft nicht bekannt. Der neue Film zeigt an ausgewählten Berufsfeldern die vielfältigen Möglichkeiten, die sich Gartenbau-Absolventen nach ihrem Studium bieten.

 

 

„Der Gartenbau ist heute ein hochprofessionelles Tätigkeitsfeld, das sich den großen Herausforderungen unserer Zeit stellt, wie z. B. der gesunden Ernährung einer immer größer werdenden Bevölkerung, der Endlichkeit von Rohstoffen und dem Klimawandel. Hochschulabsolventen in den Gartenbauwissenschaften finden daher im Gartenbau interessante und gute berufliche Perspektiven. Der Film soll den Appetit anregen, sich im Gartenbau zu engagieren! Sehr wichtige Tätigkeitsfelder wie „Kulturtechnik und Pflanzenproduktion“, „Mitarbeiterführung und Arbeitsorganisation“, „Technik“, „Marketing und Vertrieb, “ sowie „Forschung“ werden darin vorgestellt.“, sagte BHGL-Präsident Marc-Guido Megies in seiner Begrüßungsrede zur Tagung.

Den Film erstellte der BHGL in Kooperation mit dem VDL Bundesverband – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. Bei Bedarf stellt der BHGL den Film auch in einer Version für Präsentationen zur Verfügung. Die Erstellung des Videos wurde von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell unterstützt.

Der BHGL auf der IPM 2017

Zehn Hochschulen mit Fachrichtung Gartenbau und Landschaftsarchitektur präsentieren am Hochschulgemeinschaftsstand in der Green City (Halle 1A) ihre Studienangebote auf Werbematerialien und Postern sowie online. Kompetente Ansprechpartner stehen Studieninteressierten und Studierenden für Fragen zur Verfügung.

Am 25.01.2017 bietet der BHGL gemeinsam mit der Messe Essen und dem Verlag Eugen Ulmer von 10.30 bis 12.30 Uhr in Halle 6.1 das Forum „Beruf + Zukunft – Perspektiven für junge Führungskräfte“ an. Ausführliche Informationen zu den Referenten und ihren Themen

Beim anschließenden Messerundgang berichten Unternehmen über die Berufseinstiegsmöglichkeiten, die Anforderungen an die Bewerber und über aktuell vakante Stellen. Weitere Informationen zu den teilnehmenden Unternehmen und zur Anmeldung

Am Abend des 25. Januar 2017 lädt der BHGL gemeinsam mit dem Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V., der Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer (VEG) sowie des Verbandes der Weihenstephaner Ingenieure e. V. Gartenbau ab 18.00 Uhr alle BHGL-Mitglieder, Freunde und Interessierte sehr herzlich zu einem Empfang am Hochschulgemeinschaftsstand in Halle 1A ein.

Forum „BHGL pro domo: Ehrenamtliches Engagement – was können Verbände und Gesellschaften im 21. Jahrhundert leisten?“

Der BHGL hat sich im diesjährigen Forum am 23.November an der Hochschule Osnabrück ein wenig mit sich selbst und der Frage der Aufgabe und Akzeptanz von Verbänden in unserer modernen Gesellschaft beschäftigt. Dies hat jedoch eine sehr interessante Diskussion um die Rolle der ehrenamtlichen Arbeit in unserer Zivilgesellschaft ausgelöst.

Die Impulsreferate wurden von Vertretern aus Verbänden wie Frau Larisa Chvartsman, Bildungsreferentin des Zentralverbandes Gartenbau e.V., Berlin, und Henning Sannemann, Präsident des Wirtschaftsverbandes Gartenbau e.V., Hannover und Bremen, gehalten, die über die Notwendigkeit und den Gewinn des Engagements von Menschen in den Verbänden neben ihrer Berufstätigkeit berichteten. Jeder Verband, jede Gesellschaft ist so aktiv wie ihre Mitglieder und diese können und sollen auch wichtige Impulse für die Ausrichtung und Fokussierung geben. Die Seite der in Verbänden Aktiven wurde von Prof. Dr. Andreas Ulbrich, Hochschule Osnabrück, Professor für Gemüseproduktion und -verarbeitung an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur sowie Martin Braun, Vorstandsmitglied des Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. und junges Mitglied des BHGL vertreten. Für Hochschullehrer in den Gartenbauwissenschaften sind Verbände auch Mittel für die Netzwerkbildung und letztlich auch Kontaktpflege mit dem Berufsstand. Martin Braun gab als Studierender interessante Anregungen für eine dringend notwendig gesehene „Renovierung“ des Images und der Außenwerbung von Verbänden. Hier zahlt es sich vor allem aus, junge aktive Mitglieder zu gewinnen, die frischen Wind aus der Generation Facebook in die manchmal etwas verstaubten Vorstandsrunden bringen. Gerade beim BHGL konnten in der Vergangenheit durch Studierende und junge Unternehmer jugendlich frisch wirkende Verbandsaktivitäten wie der IPM Messeauftritt, die Webseite oder Präsenz in Facebook und Co. entwickelt werden.

In der Diskussion mit dem Auditorium wurden insbesondere von der Seite von Studierenden die allseits bekannte Frage nach dem persönlichen Mehrwert einer Verbandsmitgliedschaft gestellt. Auch hier war es durchaus günstig, dass im Auditorium unter anderen engagierte Verbandsmitglieder saßen, die versucht haben ihre ganz eigene und persönliche Sichtweise auf ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement darzustellen. Die „take home message“ des Abends war, dass auch im 21. Jahrhundert Verbände und Gesellschaften eine tragende Funktion in der Brückenbildung zwischen Berufswelt, Gesellschaft und Politik haben werden und es sehr wichtig ist, durch Fokus auf und Integration von jungen Menschen die Verbandsarbeit mit einem moderneren Image zu versehen.

Petition zum Abbau der universitären Kapazitäten in den Gartenbauwissenschaften eingereicht

Prof. Uwe Schmidt hat im Namen von BHGL und der Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft (DGG) zum Abbau der universitären Kapazitäten in den Gartenbauwissenschaften eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht.

Wortlaut der Petition

Die Wissenschaftler der Gartenbauwissenschaften verlangen den Stopp des weite-ren Abbaus der universitären Kapazitäten in den Gartenbauwissenschaften. Die noch vorhandenen Fächer an den Universitäten müssen gehalten und personell gestärkt werden, um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu sichern und weiter Innovationen für einen nachhaltigen und starken Wirtschaftszweig zu generieren. Es soll mit 5 Universitäten eine länderübergreifende virtuelle gartenbauwissenschaftliche Fakultät gegründet werden.

Begründung

Der deutsche Gartenbau spielt innerhalb der Agrarwirtschaft eine wichtige Rolle. Der Gartenbau hat in Deutschland eine Bruttowertschöpfung von rund 20 Milliarden Euro. Auf 1,3 % der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands werden mit einem jährlichen Produktionswert von 5 Mrd. € etwa 13 % der landwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung erbracht. 700.000 Menschen finden in dieser Branche Arbeitsplätze und mit etwa 13.000 Ausbildungsplätzen ist er einer der größten Ausbilder in der Agrarbranche. Dies ist möglich, weil in den vergangenen Jahrzehnten Forschung und Entwicklung dafür gesorgt haben, das Ertrags- und Qualitätspotenzial von hochwertigen und intensiven Pflanzenkulturen durch Züchtung und hochmoderne Produktionstechnologien zu verbessern. Gartenbauwissenschaften befassen sich in einem interdisziplinären Ansatz in Forschung und Lehre mit dem intensiven Pflanzenbau, den Wertschöpfungsketten von pflanzlichen Produkten sowie den Dienstleistungen im grünen Bereich. Die universitären Gartenbauwissenschaften leisten grundlegende und angewandte Forschung in Pflanzenbau, Pflanzenphysiologie, Pflanzengenetik und -züchtung, Phytomedizin, Technik und Ökonomie und entwickeln intelligente, zu-kunftsweisende Anbauverfahren für die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und der Sicherung der Lebensqualität der Städte der Zukunft. In Deutschland gibt es derzeit an drei Universitäten gartenbauwissenschaftliche Bachelor- und Masterstudiengänge (Berlin, Hannover, München) und an zwei weiteren Universitäten Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb von Agrarstudiengängen durch Fachgebiete mit gartenbauwissenschaftlichem Hintergrund (Bonn, Hohenheim). In den vergangenen 10 Jahren sind die universitären Strukturen in den Gartenbauwissenschaften schweren Kürzungen ausgesetzt worden. Der Wissenschaftsrat hielt in seinen Empfehlungen im Jahr 2006 eine Ausstattung an einem Standort von 15 bis 20 Professuren für eine universitäre gartenbauwissenschaftliche Struktureinheit für angemessen. An den deutschen Universitäten  sind derzeit insgesamt nur noch 15 Professuren zentral in diesem Fach tätig (Berlin 4, Hannover 7, München 2, Hohenheim 1, Bonn 1). An allen Standorten ist die kritische Masse damit deutlich unterschritten. Weitere Kürzungsmaßnahmen sind durch Entscheidungen der Universitätsleitungen bereits absehbar. Um das Wissenschaftsgebiet universitär zu sichern, müssen die noch vorhandenen Standorte stabilisiert und aufgestockt werden und sich koordiniert interdisziplinär vernetzen. Dies kann nur im Rahmen einer länderübergreifenden Initiative zur nachhaltigen Finanzierung einer virtuellen gartenbauwissenschaftlichen Fakultät geschehen. Dafür müssen vertragliche Absicherungen garantieren, dass die den Universitäten aus einer dringend erforderlichen Landes- und Bundesfinanzierung zur Verfügung gestellten Mittel koordiniert eingesetzt zur Stabilisierung der Wissenschaftsdisziplin führen und Forschung und Lehre für die nächsten Jahrzehnte gesichert bleibt.

Anregung für die Forendiskussion

Es wird ein bundesweiter runder Tisch der Gartenbauwissenschaften unter Beteili-gung der Länder, in denen an Universitäten gartenbauwissenschaftlicher Fächer etabliert sind, unter Schirmherrschaft der KMK  und Bundesministerien BMBF und BMEL vorgeschlagen. Ziel muss die Erarbeitung einer Strategie zur Aufrechterhal-tung der gartenbauwissenschaftlichen Lehre und Forschung an den Universitäten in der Bundesrepublik durch Gründung und Absicherung einer virtuellen gartenbauwissenschaftlichen Fakultät sein. An den Standorten Berlin, Bonn, Hannover, Hohenheim und München, an denen umfangreiche Erfahrungen in Verbundlösungen zu Lehre und Forschung vorliegen, muss der Stand von 2006 mit insgesamt mindestens 30 Professuren wiederhergestellt werden. Nur dadurch können die noch vorhandenen Ressourcen zusammen mit Mitteln des Bundes und der Länder innerhalb einer gemeinsamen Initiative genutzt werden, um Forschung und Ausbildung von Wissenschaftlern für ein wichtiges Zukunftsfeld der Agrarwissenschaften zu sichern.