Ein Zeichen für die Zukunft des Gartenbaus

Mehr als 80 Studierende kommen beim ersten Bundesstudierendentreffen des Gartenbaus an der Hochschule Osnabrück zusammen

(Osnabrück, 29. Mai 2019) Eine bundesweite Vernetzung schaffen und sich gemeinsam über Zukunftsfragen der grünen Branche austauschen: Das stand im Vordergrund des ersten Bundesstudierendentreffens des Gartenbaus, das jetzt an der Hochschule Osnabrück stattfand. Dafür kamen mehr als 80 Studierende und Promovierende von Hochschulen aus ganz Deutschland für drei Tage an den Campus Haste.

Ein Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung war die Führung über das Campusgelände, bei dem die verschiedenen Forschungsprojekte vorgestellt wurden. Besonders interessant: der Einsatz von LED-Belichtung beim Anbau der Pflanzengattung Helleborus, den Jan Heuger, Student an der Hochschule Osnabrück, präsentierte. Acht weitere innovative Forschungsprojekte aus den Fachgebieten Technik im Gartenbau und Pflanzenernährung sowie aus den Anbaufächern Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbau sowie Baumschule führten zu angeregten Diskussionen bei den Teilnehmenden.

Vier junge Absolventinnen und Absolventen stellten sich außerdem den Fragen der Studierenden zum Thema Berufseinstieg, Jobsuche, Bewerbungsgespräche und Gehaltsverhandlungen und berichteten aus ihrem Berufsalltag. Die studierte Landschaftsarchitektin Marie Henze nutzt die Begeisterung von jungen Städtern für Urban Jungles. Die Gründerin des Berliner Startups Bosque verkauft online die bei Instagram beliebtesten Zimmerpflanzen. Sie erklärte, wie sie die Pflanzen zum Beispiel durch eine Aufwertung mit Tontöpfen oder modernem Marketing im hochpreisigen Segment verkaufen kann.

Felix Thiel, Absolvent der Hochschule Osnabrück, berichtete von seiner Tätigkeit als Doktorand und wissenschaftlicher Berater am International Water Management Institute auf Sri Lanka. Fokus seiner Arbeit ist das Schließen von Stoffkreisläufen zwischen urbanen und ländlichen Gegenden. Er betonte die Wichtigkeit des Gartenbaus bei den großen Umweltfragen der Zukunft. „Die Absolventen haben uns einen guten Einblick gegeben, welche vielfältigen Möglichkeiten die grüne Branche zu bieten hat“, findet Maximilian Münch, Student der Beuth Hochschule.

Neben der Vernetzung untereinander gab es auch die Möglichkeit, Kontakte zu Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis zu knüpfen. Unternehmen wie Lorenz von Ehren, Baum Gartenbau, Landgard, RAM Gewächshaustechnik, Klasmann-Deilmann, Volmary, Neurather Gärtner, toom Baumarkt, die Gartenbauversicherung sowie die Verbände Freundeskreis der Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur und der Bundesverband der Hochschulabsolventen Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) stellten sich auf dem Bundesstudierendentreffen vor. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Bubblesoccer- und Kickerturnier sowie einer Führung vom Unternehmensgründer Tom Kuipers durch das Unternehmen Emsflower in Emsbüren.

Initiiert und organisiert wurde das Bundesstudierendentreffen des Gartenbaus von den sechs Studierenden und Absolvierenden der Hochschule Osnabrück Inse Rosenbusch, Andreas Theisen, Stephan Hülsmann, Dominik Baum, Henrike Albers und Martin Braun. Rosenbusch, Doktorandin und Gründerin des Blogs Green Perspective, ist zufrieden mit dem Verlauf: „Wir freuen uns über die Vielzahl der Teilnehmer, die für das erste Bundesstudierendentreffen zusammengekommen sind, und vor allem, dass sich die Studierenden der unterschiedlichen Standorte so gut miteinander vernetzt und ausgetauscht haben.“

BHGL-Präsident Marc-Guido Megies resümiert: „Mit dem Bundesstudierendentreffen ist den Veranstaltern eine erstklassige Vernetzung gelungen und sie haben damit ein Zeichen für die Zukunft des Gartenbaus gesetzt.“ Deshalb steht fest: Die Wiederholung gibt es im nächsten Jahr an der Beuth Hochschule in Berlin.

Weitere Informationen

Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur

Inse Rosenbusch

Telefon: 0541 969-5334                   

E-Mail: i.rosenbusch@hs-osnabrueck.de

Bildunterschrift 1: Mehr als nur gute Laune: Über 80 Studierende und Absolventinnen und Absolventen des Gartenbaus aus ganz Deutschland haben sich an der Hochschule Osnabrück beim ersten Bundesstudierendentreffen des Gartenbaus vernetzt und über Herausforderungen und Möglichkeiten der Branche diskutiert.

Bildunterschrift 2: Auf der KontaktierBAR tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Unternehmen mit den Teilnehmenden in lockerer Atmosphäre aus.

BHGL-Messerundgang zum Berufseinstieg auf der IPM 2019

Berlin, 28.11.2018.
Bei der Internationalen Pflanzenmesse IPM in Essen vom 22. bis 25. Januar 2019 wird es auch diesem Mal eine gemeinsame Präsenz der in der Fachrichtung Gartenbau ausbildenden Hochschulen geben.

Der Hochschulgemeinschaftsstand wird in der Green City (Halle 1A) umgeben von Institutionen und Verbänden der grünen Branche Anlaufpunkt für Studieninteressierte, Studierende und Ehemalige sein. Selbstverständlich bietet er auch ein Forum für Lehrende, Wissenschaftler und Forscher sowie Vertreter der Praxis. Die zehn vertretenen Hochschulen präsentieren ihre Studienangebote auf hochschuleigenen Werbematerialien und Postern. Die Bereitstellung von Online-Informationen zu den einzelnen Hochschulen wird auf der Messe ebenfalls möglich sein. Die Betreuung des Messestandes wird durch Vertreter der verschiedenen Hochschulstandorte sichergestellt, so dass jederzeit ein kompetenter Ansprechpartner für gezielte Fragen zur Verfügung stehen wird.
Am 24.01.2019 bietet der BHGL gemeinsam mit der Messe Essen und dem Verlag Eugen Ulmer von 10.30 bis 12.00 Uhr in Raum A im Erdgeschoss des neuen Congress Centers Ost das Forum „Beruf + Zukunft – Perspektiven für junge Führungskräfte“ an.
Beim anschließenden Messerundgang berichten Unternehmen über die Berufseinstiegsmöglichkeiten, die Anforderungen an die Bewerber und über aktuell vakante Stellen. Dieses Mal haben folgende Unternehmen zugesagt:

  • Bruns-Pflanzen-Export GmbH & Co.
  • Gartenbau-Versicherung VVaG
  • Lock Antriebstechnik GmbH
  • Volmary GmbH
  • Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG)

Der Messerundgang richtet sich vor allem an Studierende und junge Absolventen. Eine Teilnahme ist nur bei vorheriger verbindlicher Anmeldung bis spätestens zum 20.01.2019 per E-Mail an info@bhgl.de möglich.
Im Anschluss an den Messerundgang lädt der BHGL gemeinsam mit dem Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V., der Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer (VEG), dem Verband der Weihenstephaner Ingenieure e.V. sowie dem Verband ehemaliger Dresden-Pillnitzer e. V. ab 18.00 Uhr alle BHGL-Mitglieder, Freunde und Interessierte sehr herzlich zu einem Empfang am Hochschulgemeinschaftsstand in Halle 1A ein.

Parlamentarischer Abend: Für die Attraktivität des Grünen Studiums werben

Berlin, 19.10.2018:
Am 15. Oktober fand der 13. gemeinsame Parlamentarische Abend des VDL Bundesverbandes, Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. sowie des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) in Berlin statt. Abgeordnete aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien waren der Einladung der beiden Berufsverbände gefolgt. Zudem konnten wieder zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie der Spitzenverbände des Agribusiness im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft begrüßt werden.

Große Nachfrage nach Agrar-Absolventen
„Für uns als VDL – dem größten akademischen Berufsverband im Agrar-, Ernährungs- und Umweltbereich in Deutschland – zählt die Beobachtung und Analyse des Arbeitsmarktes in der Grünen Branche zu den vorrangigen Aufgaben“, erklärte Verbandspräsident Markus W. Ebel-Waldmann in seiner Eröffnungsrede. „Und wie sieht es am Arbeitsmarkt für unsere Hochschulabsolventen aktuell aus? Ich bin versucht zu sagen: rosig!“
Er verwies dabei auf eine aktuelle VDL-Studie zum Studienverlauf und Berufsfeld von Agrarabsolventen, die am selben Tag in Berlin präsentiert worden war. „Seit einigen Jahren schon können viele Unternehmen, aber auch die öffentliche Verwaltung ihren Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht mehr voll oder nur mit großen Anstrengungen decken. Und dieser Trend wird sich aufgrund des demographischen Wandels noch weiter verstärken“, zeigte sich Ebel-Waldmann überzeugt.
Unter diesen Vorzeichen könne davon ausgegangen werden, dass den Agrar-Absolventen – zumindest mittelfristig – ein angemessenes Angebot an Fach- und Führungspositionen zur Verfügung stünde. „Deshalb sollten wir noch stärker als bisher auf die Attraktivität und die Vorteile eines „grünen“ Studiums hinweisen und an den Gymnasien dafür werben“, so der VDL-Präsident.

Ebel-Waldmann betonte die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens. Deshalb starte der Verband ab 2019 mit der VDL-Akademie. Gemeinsam mit der Andreas-Hermes-Akademie (AHA) als Kooperationspartner werde der Verband in der VDL-Akademie ein bundesweites Angebot an Seminaren, Trainings und Coachings anbieten.

Gartenbauwissenschaften beantworten wichtige Zukunftsfragen
Der Präsident des Bundesverbands der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL), Marc-Guido Megies, wies auf die sehr kritische Situation an den deutschen Gartenbau-Hochschulen hin, durch die die universitäre Ausbildung ernsthaft gefährdet sei. Er betonte die Bedeutung der Gartenbauwissenschaften für die Lösung wichtiger Zukunftsfragen. „Unterstützen Sie bitte politisch mit Nachdruck im Dialog mit den Regierungen der Länder und den dort angesiedelten Universitäten und Hochschulen die Ausschreibung von Professorenstellen für die Gartenbauwissenschaften“, appellierte er an die anwesenden Politiker.
Er verwies auch auf das im vergangenen Jahr veröffentlichte „Weißbuch Stadtgrün“ und betonte, wie wichtig es sei, die Handlungsempfehlungen des Weißbuchs umzusetzen. „Das Förderprogramm Stadtgrün ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ausgleichsmaßnahmen dürfen aber nicht auf Kosten landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Flächen umgesetzt werden“, mahnte Megies. Die Landschaftsarchitektur stelle die Expertise mit ganzheitlichem Denken für die Planung der Ausgleichsmaßnahmen bereit. Die Baumschulen, Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbetriebe produzierten die Bäume, Obst, Gemüse, Sträucher, Stauden und einjährige Pflanzen, darunter auch viele, die besonders bienen- und insektenfreundlich seien. Der Garten- und Landschaftsbau besitze die Fachexpertise für die Umsetzung der Maßnahmen.

„Das Bewusstsein für den ressourcenschonenden Einsatz des Bodens, den sorgfältigen Umgang mit Pflanzen, für gesunde Ernährung und ein besseres Klima muss in den Städten und Kommunen sowie in der gesamten Bevölkerung gestärkt werden“, forderte der BHGL-Präsident zum Schluss seiner Rede.

Berufsverbände als wichtige Schnittstelle
Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Agrar- und Gartenbauwissenschaften ein: „Jetzt ist die richtige Zeit, ein Landwirtschafts- und Ernährungsbewusstsein aufzubauen. Das bedeutet eine Politik des aufeinander Zugehens auf einer wissensbasierten Grundlage. Die Digitalisierung ist dabei für mich ein Schlüssel für die weitere Entwicklung der Agrarwirtschaft in den kommenden Jahren. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt
Forschung und Innovation und stellt mit dem viertgrößten Forschungshaushalt unter den Ressorts der Bundesregierung hierfür rund 825 Millionen Euro zur Verfügung. Der Gartenbau ist dabei eine wichtige Säule, deren Ausbildung auch in der deutschen Hochschullandschaft verankert sein sollte. Dabei nehmen Berufsverbänden eine besondere Rolle ein als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Politik.“

Der BHGL und der Verband der Weihenstephaner Ingenieure e. V. Gartenbau, Landschaftsarchitektur verstärken die Zusammenarbeit

Berlin (19.10.2018):
Der Verband der Weihenstephaner Ingenieure e. V. Gartenbau, Landschaftsarchitektur wird ab dem 1.01.2019 Vereinsmitglied im Bundesverband der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL).

Im Rahmen des Parlamentarischen Abends in Berlin gab Präsident Marc-Guido Megies am 15.10.2018 bekannt: „Über diese „fast historische Entscheidung“ freue ich mich riesig! Der Weihenstephaner Verband hat sich mit rund 500 Mitgliedern für die Vereinsmitgliedschaft im BHGL entschieden. Das bundespolitische Gewicht des BHGL nimmt mit jetzt rund 1.500 Mitgliedern für die Gartenbauwissenschaften und die Landschaftsarchitektur erheblich zu. Die Vorsitzende Katrin Kell erklärte: „Zusätzlich war für uns die Öffnung des ergänzenden Serviceangebotes des BHGL für die Mitgliedsverbände ausschlaggebend.“
Neben den Weihenstephanern sind auch der Verein der Ehemaligen Erfurter und Köstritzer Gartenbau, Landschaftsarchitektur e. V. , die VEG Geisenheim Alumni Association e. V. und der Freundeskreis der Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. Vereinsmitglied im BHGL.
Wenn die neue Homepage des BHGL voraussichtlich zum 1.01.2019 freigeschaltet wird, werden die Mitglieder der Mitgliedsverbände den zusätzlichen Service erhalten, die BHGL-Stellenangebote, die Praktikumsbörse und die Mentorenliste online nutzen zu können. Des Weiteren können die Mitgliedsverbände den BHGL-Newsletter an ihre Mitglieder versenden.

BHGL Forum 2018: „Im Beruf ankommen“

Beim diesjährigen BHGL-Forum wurden die beiden Berufsfeldanalysen ‚Gartenbau 2016/17‘ und ‚Landschaftsarchitektur 2018‘ mit wichtigen Branchenvertretern disuktiert.

Berlin: Das BHGL-Forum fand in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft in den Fachschulen für Agrartechnik und Gartenbau in Dresden-Pillnitz statt. Vertreter der Hochschulen, Verbände, Unternehmen und der Studierendenschaft kamen, um sich in einer Podiumsdiskussion mit den Ergebnissen der Berufsfeldanalysen ‚Gartenbau 2016/17‘ und ‚Landschaftsarchitektur 2018‘ auseinanderzusetzen.

GROSSE NACHFRAGE NACH ABSOLVENTEN
Herr Prof. Ulrich Enneking von der Hochschule Osnabrück stellte erste Auszüge der ‚Berufsfeldanalyse Landschaftsarchitektur 2018‘ vor: „Sowohl die Studierenden der
Studiengänge Landschaftsbau/Landschaftsarchitektur als auch die der Gartenbauwissenschaften sind mit dem Studium zufrieden.“
Ein erfreuliches Ergebnis der ‚Berufsfeldanalyse Gartenbau‘ sei, dass nur etwa 30 % aller Gartenbau-Absolventen länger als drei Monate für die erste Anstellung suchen mussten.
Auch die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich darüber einig, dass im Bereich Gartenbau sowie Landschaftsbau/-architektur die Nachfrage nach geeignetem Personal momentan das Angebot übersteige.

MEHR PRAXIS GEFORDERT
Vor allem von Seiten der Verbände und Unternehmen wurde jedoch die fehlende
Praxiserfahrung vieler Absolventen bemängelt; ein Ergebnis, dass sich auch in den Berufsfeldanalysen wiederfindet. An die Studierenden wurde daher appelliert, sich diese Kenntnisse beispielsweise in einer vorherigen Lehre oder während eines Jahrespraktikums anzueignen, oder auch die vorlesungsfreie Zeit zu nutzen, um durch Praktika oder berufsprakitsche Projekte Praxiserfahrung zu sammeln. Als positv bewerteten die Diskussionsteilnehmer, dass manche Hochschulen diese Defizite
erkannt und wieder Praxissemester bzw. Berufspraktische Projekte eingeführt hätten. Auch über Traineeprogrammen wurde im Podium diskutiert. Im Zuge der Globalisierung werde zudem Auslandserfahrung immer wichtiger. Den Studierenden wurde daher empfohlen, sich gegenüber Auslandsaufenthalten nicht zu
verschließen, sondern die Chance zu nutzen, um den Horizont zu erweitern: „Sowohl im Bereich Gartenbau als auch im Bereich Landschaftsarchitektur ist es auf dem Arbeitsmarkt
ein echter Pluspunkt, wenn man zeitweise im Ausland studiert oder gearbeitet hat“, sind sich die Diskussionsteilnehmer einig.
Den Studierenden wurde zudem nahegelegt, sich frühzeitig mit der beruflichen Situation nach dem Studium auseinanderzusetzen, um auch die Vielfältigkeit ihres Studiums zu erkennen und die richtigen Module auszuwählen.

CHANCEN NUTZEN
„Der BHGL unterstützt Studierende mit Berufsfeldanalysen, Online-Praktikumsbörsen, Stellenangeboten, Mentoren und Berufsforen beim Berufseinstieg“, erklärte BHGL-Präsident
Marc-Guido Megies und richtete einen Apell an die Anwesenden: „Nutzen Sie diese Chance.“ Beim geselligen Ausklang bestand anschließend die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre die
Diskussionen fortzuführen. Der Dank gilt insbesondere dem Verband der Ehemaligen Dresden-Pillnitzer e. V., der den Ausklang zusammen mit dem BHGL finanziell unterstützt
hat!

Die Berufsfeldanalyse Gartenbau und die Berufsfeldanalyse Landschaftsarchitektur (nach vollständiger Auswertung!) stehen auf der Internetseite des BHGL (www.bhgl.de) zum
Download bereit.

BHGL-Forum: Im Beruf ankommen – Quo vadis Gartenbau- oder Landschaftsbauingenieur bzw. Landschaftsarchitekt?

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sollen am 07.06.2018 ab 16.00 Uhr an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden-Pillnitz beim Forum des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL) mit verschiedenen Referenten aus Bildung und Praxis die Ergebnisse der aktuellen Berufsfeldanalysen Gartenbau und Landschaftsarchitektur(Erste Ergebnisse!) diskutiert werden. Beim Gartenbautag des Zentralverbandes Gartenbau(ZVG) im September 2017 sind die Ergebnisse der aktuellen bundesweiten Berufsfeldanalyse Gartenbau 2016/17 von Prof. Enneking vorgestellt worden. Sein Fazit zur Berufsfeldanalyse: „Die Absolventen zeigten eine hohe Zufriedenheit mit ihrem Studium und würden überwiegend wieder Gartenbau studieren. Als wichtigste Änderungswünsche wurden „Mehr Praxisnähe“, „Eine bessere Darlegung beruflicher Chancen“ und „Eine stärkere Förderung von Führungskompetenz“ an die Hochschulen herangetragen. Erfreulicherweise haben nur etwa 30% länger als 3 Monate nach einer ersten Anstellung gesucht. Die Haupttätigkeitsbereiche der Gartenbauingenieurinnen und -ingenieure im Berufsfeld sind Produktionsbetriebe (35 %), Handelsbetriebe (Gartencenter, Großhandel, E-Commerce – 26 %), Einzelhandelsgärtnereien und Dienstleister (29 %). In einem Modell zur Erklärung von Einkommensunterschieden wurden mehrere signifikante Einflussgrößen identifiziert, davon Berufserfahrung als die Wichtigste.“ Im BHGL-Forum sollen Rückschlüsse für die zukünftige Ausrichtung des Studiums, der Phase vom Studium in den Beruf, den Beruf und die Berufstätigkeit sowie Berufsfelder im Gartenbau mit wachsenden Entwicklungsmöglichkeiten gezogen werden. Laut der aktuellen Gartenbauerhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2016 ist zwar die Anzahl der Betriebe im Produktionsgartenbau seit 2010 um ca. 24 % gesunken(Aktuell 27.200 Betriebe), dafür aber die gärtnerische Nutzfläche um 2,5 % gestiegen (5.600 ha, Summe insgesamt 229.000 ha). Kann daraus die These abgeleitet werden: Es bedarf dringend versierter Gartenbauingenieure für den Produktionsgartenbau? Ist die Betriebsnachfolge ein Problem? Wie sieht der Bedarf im vor- und nachgelagerten Bereich bzw. im Handel aus? Ist E-Commerce zukünftig die am stärksten wachsende Handelsform für Pflanzen und -zubehör? Welche Lehrinhalte bieten die Hochschulen?

Die bundesweite Berufsfeldanalyse Landschaftsarchitektur 2018 wird im Laufe des Monats April beendet. Erste wichtige Ergebnisse(!) hat Prof. Dr. Enneking ausgewertet und wird sie beim BHGL-Forum präsentieren. Die Verbände Bund deutscher Baumschulen (BDB), Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) und der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) haben im Dezember 2016 ein gemeinsames Positionspapier zur Hochschulausbildung herausgegeben. Hier wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Studiengänge an Hochschulen bei der akademischen Ausbildung insbesondere zum Erwerb von Fachkenntnissen der Pflanzenverwendung im urbanen Raum zwischen den (künftigen)Gartenbau- und Landschaftsbauingenieuren sowie Landschaftsarchitekten als notwenige Voraussetzung für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Beruf und mehr Praxis für Studierende vor und während des Studiums gefordert. Wie sehen das die Hochschulen/Universitäten? Muss das Studium entsprechend ausgerichtet werden? Die Auftragsbücher im Garten- und Landschaftsbau sowie den Planungsbüros sind gefüllt. Müssen vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels von den Unternehmen neue/andere Motivationsmittel zur Gewinnung von ausgezeichneten Ingenieuren/Landschafts-architekten eingesetzt werden? Diese und weitere Fragen sollen im BHGL-Forum in Dresden beantwortet werden. Dazu lädt Sie der BHGL gerne ein.

Marc-Guido Megies
Präsident des BHGL

Adresse/Raum der Veranstaltung:
Aula der
LfULG – Fachschule für Agrartechnik, Fachschule für Gartenbau (Dresden-Pillnitz)
Söbrigener Straße 3a
01326 Dresden Pillnitz

Klimafolgen und Herausforderungen für den Gartenbau

Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. an der Hochschule Geisenheim

Die 52. Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft e.V. (DGG) fand vom 28. Februar bis 3. März 2018 an der Hochschule Geisenheim University statt. Es nahmen rund 200 Teilnehmer aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Landwirtschafts-ministerien sowie Beratung und Praxis des gesamten deutschsprachigen Raums teil. Der Austausch über aktuelle wissenschaftliche Themen des Gartenbaus erfolgte durch mehr als 70 Vorträge und es wurden über 70 Poster präsentiert. Auftakt der viertägigen Tagung war eine Plenarveranstaltung mit dem Thema „Klimafolgen und Herausforderungen für den Gartenbau“.

Renommierte Gastredner führten die Tagungsteilnehmer in die für die Branche zunehmend bedeutungsvollere Thematik ein. So wurden die Zusammenhänge zwischen der beobachteten Temperaturerhöhung und der Anpassungsnotwendigkeit von Kulturarten und Anbauregion erläutert, auf die Entwicklung der atmosphärischen CO2-Konzentration hingewiesen und die Effekte dieser erhöhten CO2-Konzentrationen auf Kulturpflanzen gezeigt, sowie über angewandte Modelle zur Abschätzung des Klimawandels für eine zielgerichtete Anpassung der gartenbaulichen Produktion referiert.

Verleihung der BHGL-Posterpreise während der BHGL-DGG-Tagung (v.r.n.l.): BHGL-Präsident Marc-Guido Megies, Vorsitzender des BHGL-Fördervereins Günter Bornschein, 3. Platz – Sabine Wittmann “Anwendung der Chlorophyllfluoreszenz zur Darstellung von Salzstress an Lycopersicon esculentum L. ‘Tastery”, 1. Platz – Inse Rosenbusch “Influence of phenotyping on the habitus of basil (Ocimum basilicum L.)”, 2. Platz – Eva Büttner “Wohnen mit und ohne Zierpflanzen – Die Frage nach dem Unterschied”, Juror Frederik Langner, DGG-Präsident Prof. Dr. Uwe Schmidt

Ein thematisch brisanter Workshop fand statt zur Debatte um neue Züchtungsverfahren mittels der sog. „Genschere“. Diese Verfahren stellen eine große Herausforderung für die Gesetzgebung zur Zulassung neuer Sorten dar. Eingeladen dazu waren ein auf diese Thematik spezialisierter Jurist und ein Züchtungsforscher der Universität Wageningen aus den Niederlanden.

Mit bundesweitem Interesse aus allen Bereichen des Gartenbaus und der Politik wurde der Workshop „Zukunft der Gartenbauwissenschaften“ abgehalten. Erstmalig trafen sich an der Hochschule Geisenheim viele Entscheidungsträger zu einer überaus konstruktiven Diskussion über die zukünftigen Wege der gartenbaulichen Hochschulausbildung in Deutschland.

In dem Wettbewerb „Green Challenge“, welcher sich an junge Forschergruppen wandte, wurden Ideen und Erkenntnisse zum Thema “Auswirkungen des Klimawandels auf den Gartenbau“ mit einem Preisgeld von 1.000 Euro prämiert. Diesjährige Gewinner waren Frau Madita Lauer und Herr Maximilian Koppel von der Hochschule Geisenheim. Abschluss der Tagung war die Posterprämierung für Nachwuchswissenschaftler*Innen und Studierende.

Den ersten Platz erreichte hier Inse Rosenbusch von der Hochschule Osnabrück. Der zweite und der dritte Platz gingen an Eva Büttner von der Hochschule Geisenheim University und Sabine Wittmann von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die nächste Jahrestagung wird die Fachhochschule Erfurt ausrichten.

Berufsfeldanalyse Gartenbau 2016/2017 veröffentlicht

(ZVG/BHGL) Auf Initiative des Arbeitskreises Hochschulausbildung Gartenbau und Landschaftsarchitektur des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) und des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL) wurde die hochschulübergreifende Berufsfeldanalyse Gartenbau 2016/2017 durchgeführt. Anlässlich des Deutschen Gartenbautages zum Thema „ZUKUNFT in ARBEIT“ wurde die Studie am 8. September vorgestellt.

Erstmalig wurde die Berufsfeldanalyse in diesem Jahr von Prof. Dr. Ulrich Enneking von der Hochschule Osnabrück übernommen. Damit wird die Befragungsreihe fortgesetzt, die den Hochschulen Aufschluss über den Verbleib ihrer Absolventen und über die ersten Erfahrungen beim Berufseinstieg vermitteln soll. Ebenso gibt die Befragung Rückschlüsse auf das Berufsfeld Gartenbau und klärt, welche Anforderungen heutzutage die Branche Gartenbau an Bachelor- und Masterstudierende stellt. Für die Hochschulen ist die Befragung Teil der Aktivitäten um Qualitätsverbesserungen in der Lehre und soll Aufschluss darüber geben, wie sich das Berufsfeld und seine Anforderungen verändern und wo die beteiligten Hochschulen im bundesweiten Vergleich stehen.

Knapp 700 Absolventinnen und Absolventen nahmen im Herbst 2016 über einen Online-Fragebogen an der diesjährigen Berufsfeldanalyse teil. Alle Hochschulen und Universitäten mit gartenbaulichen Studiengängen haben sich beteiligt.

Prof. Dr. Ulrich Ennekings Fazit zur Berufsfeldanalyse: „Die Absolventen zeigten eine hohe Zufriedenheit mit ihrem Studium und würden überwiegend wieder Gartenbau studieren. Als wichtigste Änderungswünsche wurden „Mehr Praxisnähe“, „Eine bessere Darlegung beruflicher Chancen“ und „Eine stärkere Förderung von Führungskompetenz“ an die Hochschulen herangetragen. Erfreulicherweise haben nur etwa 30 Prozent länger als drei Monate nach einer ersten Anstellung gesucht.“ Die Haupttätigkeitsbereiche der Gartenbauingenieurinnen und -ingenieure im Berufsfeld sind Produktionsbetriebe (35 Prozent), Handelsbetriebe (Gartencenter, Großhandel, E-Commerce – 26 Prozent), Einzelhandelsgärtnereien und Dienstleister (29 Prozent). In einem Modell zur Erklärung von Einkommensunterschieden wurden mehrere signifikante Einflussgrößen identifiziert, davon Berufserfahrung als die wichtigste.
Mit der Absolventenbefragung von 1996 unter der Leitung von Prof. Dr. H. A. Dicke und Dipl.-Ing. (FH) M. G. Megies sowie dem ZVG begann die Analyse. In den Jahren 2008 sowie 2011 wurde sie durch Prof. Dr. G. Ohmayer fortgesetzt.

Die Berufsfeldanalyse wird finanziell durch nachfolgende Förderer unterstützt:

•    Bundesverband der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL)
•    Förderverein Bundesverband der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL)
•    Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG)/ Ernst-Schröder-Stiftung
•    Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V.
•    Verband der Weihenstephaner Ingenieure (Gartenbau und Landschaftsarchitektur) e. V.
•    Verband Ehemaliger Dresden-Pillnitzer e. V.
•    Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer – Geisenheim Alumni Association e. V. (VEG)
•    Verband Ehemaliger Erfurter und Köstritzer e. V. Gartenbau und Landschaftsarchitektur

Auf folgenden Seiten gelangen Sie zu den Ergebnissen:
http://g-net.de/berufsbildung.html
www.bhgl.de
www.gartenbaustudieren.de

Gern können Sie die Broschüre als PDF-Datei downloaden: Berufsfeldanalyse Gartenbau 2016/2017

Schließung des Leibniz-Institut für Gemüse und Zierpflanzen Großbeeren/Erfurt e.V. (IGZ)

Berlin, 27.05.2016. Die deutsche Gartenbauwirtschaft ist ein oft unterschätzter mittelständischer Wirtschaftsfaktor. Unternehmen, die in Züchtung und Vermehrung von Jungpflanzen im Zierpflanzenbau tätig sind, gehören zweifelsfrei zur Weltelite in diesem Bereich. Dazu hat neben dem unternehmerischen Mut und Weitblick wesentlich auch die deutsche Forschungslandschaft in der Vergangenheit beigetragen. Das Leibniz-Institut für Gemüse und Zierpflanzen Großbeeren/Erfurt e.V. (IGZ) hat dazu einen wesentlichen, wenn nicht sogar einen entscheidenden Anteil beigetragen.

Die Deutschen Gartenbauwissenschaften stehen seit Jahren unter extremen strukturellen und kapazitiven Druck, insbesondere im Bereich der dringend notwenigen Ressourcen für Grundlagenforschung und Ausbildung des zukünftigen Führungspersonals an Universitäten, Hochschulen, den genannten Unternehmen und in der Berufsbildung.

Die beabsichtigte Schließung des Standortes Erfurt am Leibniz-Institut für Gemüse und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt e.V. ist ein weiterer, für den Bundesverband der Hochschulabsolventen / Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. (BHGL) nicht nachvollziehbarer Schritt in dieser branchenschädigenden Abwärtsspirale. Universitäten, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in der Gemeinschaft der deutschen Gartenbauwissenschaften sind national und international eng vernetzt. Damit wird trotz eingeschränkter Kapazitäten an einzelnen Standorten die Forschung und Entwicklung für eine nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln und pflanzlichen Erzeugnissen von der Grundlage bis zur Anwendung gesichert.

Mit der beabsichtigten Schließung des Standortes Erfurt wird ohne Not in dieses gut etablierte Netzwerk eingegriffen. Die Schließung eines derartigen Standortes hat Folgen weit über die Grenzen von Thüringen. Der Verlust würde aber auch die dort traditionell anerkannten und gut entwickelten Produktionsstrukturen treffen und zieht auch Defizite bei Lehr- und Forschungsmöglichkeiten benachbarter und weiterer mit dem IGZ vernetzten Hochschulen nach sich und ist ein negatives Zeichen für den Berufsstand einer ganzen Region und dem oben geschilderten bisher sehr erfolgreichen Branchensegment.

Die von der Senatsgruppe der Leibniz-Gesellschaft angeführten Gründe für eine Standortschließung und damit verbundene Ressourcenabsenkung des IGZ sind in ihrer Sinnfälligkeit nicht nachvollziehbar und widersprechen dem Ergebnis der Gutachtergruppe, die das IGZ im Jahr 2015 unter den für die Leibniz-Gemeinschaft anerkannten Maßstäben mit sehr guten bis exzellenten Ergebnissen evaluiert hat.

Der BHGL versteht sich als Interessenvertreter des Berufsstandes im Gartenbau. Vom Universitäts- und Hochschulprofessor über forschende Wissenschaftler, auch und besonders an außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Fachlehrer und Meister bis hin zu Fachspezialisten in der Produktion und Dienstleistung braucht es Menschen, die gut ausgebildet dafür sorgen, dass eine Berufsbranche erfolgreich und nachhaltig Werte schafft und sich den Aufgaben des 21sten Jahrhundert stellt.

Der BHGL appelliert deshalb an den Senat der Leibniz-Gesellschaft zu ihren anerkannten Grundsätzen einer objektiven Leistungsbewertung ihrer Institute nach deren gesellschaftlichen Aufgaben und Satzungszielen zurückzukehren und insbesondere die Voten der Evaluierungsgruppen, bestehend aus renommierten Wissenschaftlern und anerkannten Fachleuten, zu respektieren.
Wir bitten deshalb mit Nachdruck darum, die getroffene Entscheidung zur Evaluierung des IGZ in der Leibniz-Gemeinschaft zu überdenken und die beabsichtigte Schließung des Standortes Erfurt zurückzunehmen.

BHGL-Messerundgang zum Berufseinstieg auf der IPM 2016 und Empfang am Hochschulgemeinschaftsstand

Zum 34. Mal öffnete die Messe in Essen vom 27. bis zum 29. Januar 2016 ihre Türen zur INTERNATIONALEN PFLANZENMESSE (IPM Essen), der Weltleitmesse des Gartenbaus.

Am Donnerstag, dem 28.01.2016, hatten 21 Studierende und junge AbsolventInnen aller Hochschulen mit der Fachrichtung Gartenbau die Möglichkeit, an einem geführten Messerundgang des Bundesverband der Absolventen/ Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL) teilzunehmen. Der Präsident des BHGL, Prof. Dr. Uwe Schmidt, sagte: „Unser Motto „Wir schlagen Brücken“ wird beim Messerundgang besonders deutlich: Unternehmen präsentieren potenziellen zukünftige Absolventinnen und Absolventen ihr Unternehmen, die Studierenden haben die Gelegenheit in kurzer Zeit verschiedene Branchen kennenzulernen und Firmenkontakte zu knüpfen.“ Zwischen 1.588 Ausstellern aus insgesamt 49 Nationen stellten die TeilnehmerInnen den VertreterInnen folgender Unternehmen Fragen, um Informationen aus erster Hand über Berufseinstiegsmöglichkeiten, Anforderungen an die BewerberInnen und vakante Stellen zu erhalten und ihr Netzwerk auszubauen Gartenbau-Unternehmens-Beratungs-GmbH, DEGA GALABAU, Landgard, Heuger Gartenbaubetriebe, INDEGA e.V. und der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG). Dabei wurde mehrheitlich betont, dass nicht nur die Noten zählen, es käme vor allem auf die Persönlichkeit an. Die Suche nach Fachkräften sei groß, insbesondere nach Bewerbern, die sich mit guten Ideen und Tatendrang bei ihrer Arbeit engagieren wollen; so ermutigen die Unternehmensvertreter zur Eigeninitiative im Bewerbungsprozess.

Eine Plattform für die grüne Branche bot auch in diesem Jahr wieder die Green City in der Halle 1A, die sich als Netzwerktreff zwischen Hochschulen, Verbänden und Institutionen etabliert hat. Im Anschluss an den Messerundgang lud der BHGL gemeinsam mit dem Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V., der Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer e. V. (VEG) sowie erstmalig mit dem Verband der Weihenstephaner Ingenieure e. V. ab 18.00 Uhr alle Mitglieder sowie Interessierte zu einem Empfang am Hochschulgemeinschaftsstand ein. Bei Laugengebäck, Sekt und Haster Dunkel fand ein reger Austausch statt zwischen über 60 Studieninteressierten, Studierenden, Ehemaligen aber auch Lehrenden und Vertretern aus der Praxis.

Der Austausch über die vielfältigen Berufsaussichten, das Ausloten zwischen den Vor- und Nachteilen des direkten Berufseinstiegs oder die Suche nach einem geeigneten Masterstudium und über neue Trends und technische Innovationen der Branche rundeten den Besuch auf der Messe mit diesem Ort der Begegnungen ab. Sicherlich ist auch schon die ein oder andere Idee für ein gemeinsames Forschungsprojekt entstanden, das gemeinsam mit Leben gefüllt werden kann. Alle Absolventenvereinigungen haben das Netzwerktreffen finanziell unterstützt. Die Veranstalter des Messerundganges und des Empfanges danken allen Absolventenvereinigungen und Unternehmensvertretern, die den Tag mit Inhalt gefüllt und das Netzwerktreffen finanziell unterstützt haben.

Über den BHGL e.V.:
Der Bundesverband der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. (BHGL) ist der Bundesverband der Studierenden und Absolventen des Hochschulstudiums der Fachrichtungen Gartenbau und Landschaftsarchitektur. Der Verband ist auf ehrenamtlicher sowie wirtschaftlich und politisch unabhängiger Basis tätig. Ziele der Verbandsarbeit sind die Förderung der wissenschaftlichen Lehre und Forschung in Gartenbau und Landschaftsarchitektur, die Förderung des akademischen Berufsnachwuchses sowie die Interessenvertretung der Mitglieder.

Über den Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V.
Der Freundeskreis ist die Absolventenvereinigung der Ehemaligen der Studiengänge Agrar- und Lebensmittelwirtschaft (MAL), Agri- und Hortibusiness (BAH), Bioverfahrenstechnik in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft (BBV), Freiraumplanung (BFP), Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung (MLR), Landschaftsentwicklung (BLE), Ingenieurwesen im Landschaftsbau (BLB), Management im Landschaftsbau und Produktionsgartenbau (BGB) der Hochschule Osnabrück.
Der Freundeskreis verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke durch Förderung von Lehre und Forschung in der Fakultät Agrarwissenschaften, Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen, Unterrichtung der Öffentlichkeit über Berufs- und fachbezogene Aufgabenstellungen, Vertretung der Interessen der Mitglieder in der Öffentlichkeit und in Berufsständischen Organisationen und Unterstützung der Studierenden der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur
der Hochschule Osnabrück.